EU-Verordnung Invasive Arten

Beitrag kommentieren | Beitrag verfasst 26. Juli 2016

Am 3. August 2016 wird eine neue Verordnung in Bezug zu invasiven Pflanzen und Tieren in Kraft treten.

Diese ist für alle EU Mitglieder verbindlich:
http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX%3A32016R1141&from=DE

Einige Wasserpflanzenarten und die in der Aquaristik weit verbreiteten Süßwasserkrebse P. clarkii (rote, blaue oder weiße Morphen) werden aus dem Handel verschwinden und dürfen - wie seit längerer Zeit die Apfelschnecken auch - nicht mehr weiter verbreitet werden.

Pflanzen: Cabomba caroliniana (Carolina-Haarnixe), Eichhornia crassipes (Wasserhyazinthe), Myriophyllum aquaticum (Bras. Tausendblatt)
Krebse: u.a. Procambarus clarkii (Florida-Sumpfkrebs), Procambarus fallax (Hagen, 1870) f. virginalis (Marmorkrebs)
Fische: u.a. Pseudorasbora parva

Obwohl die genannten Arten in Österreich keine Überlebenschancen hätten, gibt es doch in einigen EU-Ländern bereits Probleme mit diesen invasiven Arten durch Verdrängung einheimischer Lebensformen.

Kommentar

  1. Gelisteter Unsinn der EU-Kommission betreffend “unerwünschte” Neobiota”!

    Hier ist die EU-Kommission um Jahrzehnte zu spät dran:
    Die EU-Kommission sollte sich überhaupt nur mit Arten beschäftigen, welche für zumindest 3 Viertel der Mitgliedsstaaten ein Problem sind, oder sein werden könnten.
    Wann lebt denn ein bislang legal gehaltenes Individuum einer Art ab, welche sich ungeschlechtlich vermehrt? Das gilt für viele Wasserpflanzenarten, aber auch für den Marmorkrebs, bei dem es keine geschlechtliche Vermehrung gibt?

    Die Zucht von Tieren zu verbieten, die zwar eingeschleppt worden sind, aber niemand je absichtlich gezüchtet hat, -z.B. Blaubandbärbling, ist überflüssig!
    Wann und wie lange ist denn eine Art neu? Der Kamberkrebs wurde vor einhundertsechunzwanzig Jahren im Jahr 1890 durch Max von dem Borne in Deutschland legal eingeführt, vielleicht auch legal ausgesetzt. Des is ja scho a Zeitl her!
    Merkwürdigerweise oder auch nicht hat die EU-Kommission die Finger von einer kaum 150 Jahre in Europa importierten Fischart gelassen, welche durch Angler in allen kühlen Bächen der Welt, die es ja auch in den sogenannten Tropen gibt, verbreitet wurde, und praktisch überall an der jeweils einheimischen Fauna massive Schäden anrichtet. Ein klassisches unerwünschtes Neozoon wie aus dem Lehrbuch zur Invasionsbiologie! Ich meine ursprünglich aus Nordamerika stammende Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss):


    Erwin Ganglbauer    3. August 2016, 20:45    #
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